GIGI SUN CARE Sonnenschutz
Sonnenschutz, der tiefer wirkt – was die Haut wirklich braucht
Der Frühling bringt nicht nur mehr Licht und Wärme, sondern auch eine steigende UV-Belastung für die Haut. Für viele beginnt jetzt wieder die Zeit der Sonnenpflege – doch moderner Sonnenschutz bedeutet heute weit mehr als nur „kein Sonnenbrand“.
Was passiert tatsächlich in der Haut, wenn sie Sonnenstrahlung ausgesetzt ist? Und warum ist ein ganzheitlicher Schutz so entscheidend?
Wie die Haut auf Sonnenlicht reagiert – und wo ihre Grenzen liegen
Die Haut verfügt über eigene Schutzmechanismen gegenüber UV-Strahlung. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Melanin, unser natürlicher Pigmentfarbstoff.
- UVB-Strahlen regen die Neubildung von Melanin an – die Bräune entsteht zeitverzögert
- UVA-Strahlen oxidieren bereits vorhandenes Melanin – es kommt zur sofort sichtbaren Bräune
Melanin kann einen Teil der Strahlung absorbieren und streuen. Dennoch ist dieser Eigenschutz begrenzt und entspricht – je nach Hauttyp – nur einem sehr niedrigen Lichtschutzfaktor.
➡️ Für die tägliche Praxis bedeutet das: Der natürliche Schutz der Haut reicht bei weitem nicht aus, um langfristige Schäden zu verhindern.
UVA und UVB – unterschiedliche Wirkung, gemeinsames Risiko
Beide Strahlenarten beeinflussen die Haut auf unterschiedliche Weise:
UVB-Strahlen
- wirken hauptsächlich in der Epidermis
- verursachen Sonnenbrand und akute Entzündungen
- spielen eine zentrale Rolle bei direkter DNA-Schädigung
UVA-Strahlen
- dringen tiefer bis in die Dermis ein
- fördern oxidativen Stress (freie Radikale)
- beschleunigen Hautalterung (Falten, Elastizitätsverlust)
- sind an der Entstehung von Pigmentstörungen und Hautkrebs beteiligt
➡️ Wichtig: UVA wirkt kontinuierlich – unabhängig von Jahreszeit und Wetter – und dringt sogar durch Fensterglas.
Moderner Sonnenschutz: Mehr als nur SPF
Lange Zeit wurde Sonnenschutz fast ausschließlich über den SPF (Sun Protection Factor) definiert, der sich auf UVB-Strahlen bezieht. Heute wissen wir:
➡️ Ein wirksamer Sonnenschutz muss immer breitbandig sein – also sowohl vor UVB als auch vor UVA schützen.
In der Europäischen Union gilt daher:
- UVA-Schutz muss mindestens ein Drittel des SPF betragen
- entsprechende Produkte sind mit dem UVA-Siegel im Kreis gekennzeichnet
Für die kosmetische Praxis bedeutet das:
Ein hoher SPF allein ist kein Qualitätsmerkmal – entscheidend ist die ausgewogene Filterkombination.
Die Rolle von Infrarotstrahlung (IR) und Umweltfaktoren
Neben UV-Strahlung rücken auch andere Umweltfaktoren stärker in den Fokus – darunter Infrarotstrahlung (IR-A).
IR-A:
- dringt tief in die Haut ein
- kann die Bildung freier Radikale fördern
- steht im Zusammenhang mit dem Abbau von Kollagenstrukturen
Die wissenschaftliche Datenlage ist hier weniger eindeutig als bei UV-Strahlung – dennoch zeigt sich, dass oxidativer Stress ein zentraler Faktor der Hautalterung ist.
Studien gehen davon aus, dass ein großer Teil der sichtbaren Hautalterung durch äußere Einflüsse entsteht – allen voran durch Sonnenexposition.
Schutz auf zellulärer Ebene – was moderne Formulierungen leisten können
Während UV-Filter die Strahlung an der Hautoberfläche reflektieren oder absorbieren, setzen moderne dermokosmetische Ansätze zusätzlich auf biochemischen Zellschutz.
Dazu gehören:
- Antioxidantien (z. B. pflanzliche Extrakte, Vitamine)
- Schutz vor freien Radikalen
- Unterstützung der hauteigenen Reparaturmechanismen
Solche Wirkstoffe können:
- oxidativen Stress reduzieren
- vorzeitiger Hautalterung entgegenwirken
- das Hautbild insgesamt verbessern
➡️ Wichtig für die Praxis: Diese Wirkstoffe ersetzen keinen UV-Filter, sondern ergänzen ihn sinnvoll.
Wann ist Sonnenschutz wirklich notwendig?
Ein häufiger Irrtum: Sonnenschutz ist nur im Sommer relevant.
Tatsächlich gilt:
- UVA-Strahlung ist ganzjährig konstant
- selbst an bewölkten Tagen erreicht ein Großteil der Strahlung die Haut
- auch im Alltag (z. B. Autofahren, Spaziergänge) entsteht kontinuierliche Belastung
Gerade im Frühling steigt die UV-Intensität oft schneller, als es wahrgenommen wird.
➡️ Für Kosmetikerinnen bedeutet das:
Die Empfehlung sollte klar sein – täglicher Sonnenschutz ist ein zentraler Bestandteil jeder Hautpflegeroutine, unabhängig von Jahreszeit oder Hauttyp.
Fazit für die Kabine und Beratung
Ein moderner Sonnenschutz sollte:
- breitbandig (UVA + UVB) wirken
- individuell auf den Hauttyp abgestimmt sein
- idealerweise antioxidative Schutzmechanismen enthalten
Für die professionelle Beratung ist entscheidend:
Nicht nur vor Sonnenbrand zu schützen, sondern langfristige Hautgesundheit und Hautqualität zu erhalten.
Produkte der Sun Care Linie:
Sun Care Sonnenschutz Fluid SPF 50 UVA & UVB ArtNr: 36042

Sun Care Feuchtigkeitscreme SPF 50 UVA & UVB ArtNr: 36037

Sun Care SPF 50 Spray ArtNr: 36050

Sun Care Pflegecreme Norm./Fett. Haut SPF 30 UV-A + UV-B + IR-A ArtNr: 36048

Sun Care Pflegecreme Norm./Trock. Haut SPF 30 UV-A + UV-B + IR-A ArtNr: 36046
